(12.05.) Riesenjubel beim Schachclub
Relegation: Klassenerhalt gelingt mit klarem 5,5:2,5-Sieg beim SC Bad Nauheim
(al) – Der Schachclub hat es doch noch gepackt. Im Relegationsspiel um den Klassenerhalt in der Hessischen Verbandsliga Süd gab es letzten Sonntag beim Vertreter der Verbandsliga Nord, SC Bad Nauheim, einen unerwartet deutlichen 5,5:2,5-Sieg. Bei den Gästen brach großer Jubel aus, waren sie doch nur als krasser Außenseiter in die Kurstadt gereist. Auch das „Liga-Orakel“, ein Computerprogramm mit in der Regel recht präzisen Prognosen, hatte die Bad Nauheimer mit 65 Prozent Wahrscheinlichkeit als Sieger gesehen. Doch die Flörsheimer gingen mit großem Kampfgeist und hoher Konzentration an die Bretter und hatten recht schnell deutliche Vorteile.
Diese Vorteile fanden auch im Spielstand ihren Niederschlag. Wahid Jamali und Vega Lopez erzielten Materialgewinne und dann die ersten vollen Punkte. Es folgte ein durchaus überraschender Partiesieg für Markus Lahr, der lange schlecht stand, dann aber auch Glück hatte: ein Bauernzug bewirkte gleich zwei Attacken, von denen sein Kontrahent halt nur eine abwehren konnte. Die zweite reichte dem Flörsheimer, sich Material zu verschaffen und auf 3:0 zu erhöhen.
Damit war die Sache gelaufen, auch wenn Wolfgang Ruppert am Spitzenbrett ins Hintertreffen geriet und den 3:1-Zwischenstand quittieren musste. In den beiden nächsten Partien aber sahen sich die Bad Nauheimer zu Remisen gezwungen, die Christian Specht und Alexander Stegmaier auf Flörsheimer Seite für den 4:2-Zwischenstand verbuchten. Jetzt fehlte dem Schachclub nur noch ein halber Partiepunkt zum Mannschaftssieg – und zum Klassenerhalt. Diesen „Matchpoint“ sicherte Wolfgang Pötschke mit gewohnt solidem Spiel. Den Schlusspunkt zum ein wenig triumphalen 5,5:2,5 setzte der bärenstarke Flörsheimer Neuzugang Amritech Roy. Der Inder gewann damit auch sein drittes Spiel für seinen neuen Verein. Und der Schachclub hatte unerwartet sicher den Klassenerhalt in der Hessischen Verbandsliga Süd gepackt.
Beim entspannten Abendessen in der Kurstadt genossen die Flörsheimer mächtig ihren Erfolg. Und das Glück, das ihnen dabei beschieden war. Denn am letzten Spieltag der Verbandsrunde hatten sie nicht nur ihrerseits gegen König Nied gewonnen, sondern auch davon profitiert, dass die Abstiegskonkurrenz von SV Hofheim III und Lahn Limburg mit 4,5:3,5 exakt das Ergebnis produziert hatte, das beide zum Abstieg verurteilte und die Flörsheimer in die Relegation rettete. Hätten die Hofheimer nämlich höher gewonnen, wären sie am Schachclub vorbeigezogen. Zum Flörsheimer Glück gehörte auch, dass Relegationsgegner Bad Nauheim auf seine Spitzenspieler an den ersten beiden Brettern verzichten musste. Die beiden Franzosen waren anderweitig auf Schachturnieren beschäftigt, um individuelle Meistertitel zu erringen.
All die glücklichen Umstände waren aber nicht geeignet, die große Flörsheimer Freude zu schmälern. SC-Vorsitzender Wolfgang Ruppert sprach gar von einem „Schachwunder“, lobte den „unglaublichen Fight“ der Mannschaft und sprach seinen Dank für das Mitfiebern und das Daumendrücken aus, mit dem die Vereinsfamilie (vor allem via „WhatApp“) die Spieler angespornt hatte. „Das war nicht nur ein super Gefühl, sondern hat uns auch den extra Schub an Motivation gebracht, diese super Leistung abzurufen.“
Der Relegationssieg des Schachclubs sorgte übrigens nicht nur in Flörsheim für Freudensprünge. Mit dem Flörsheimer Erfolg waren unterhalb der Unterverbandsklasse nicht weniger als fünf Mannschaften „mitgerettet“, denen der Abstieg gedroht hatte. Darunter war auch die Zweite des Untermainrivalen SV Raunheim, für den der ehemalige Flörsheimer Heinz Gerhard Kuckuck zum „deutlichen Sieg“ gratulierte. „Das Ergebnis spricht für den Kampfgeist der Flörsheimer“, lobte Kuckuck. Und kündigte vollen Raunheimer Einsatz an, wenn in der nächsten Saison Raunheims Erste in der Main-Taunus-Liga auf Flörsheims Zweite trifft.
(01.05.) Punktgenau
Schachclub schafft Relegation
(al) – Nach sechs Niederlagen in Folge und dem Abrutschen auf einen Abstiegsplatz ist dem Schachclub in der Hessischen Verbandsliga Süd doch noch ein Sieg gelungen. Gegen die favorisierten Gäste vom SC König Nied gab es ein knappes 4,5:3,5. Damit schafften es die Flörsheimer mit 6:12 Mannschaftspunkten gerade so in die Relegation.
Manch einer konnte das Glück gar nicht fassen. Denn zum Flörsheimer Sieg musste noch einer des SV Hofheim III gegen den SC Limburg hinzukommen, der allerdings nicht höher ausfallen durfte als 4,5:3,5. Und genauso ist es gekommen. Die Hofheimer gewannen mit diesem knappsten aller Ergebnisse, verwiesen die Lahnstädter auf den letzten Platz, ohne sich selbst retten zu können, weil sie dafür höher hätten gewinnen müssen. Die Flörsheimer freuten sich, dass die Limburger hinter sie rutschten und die Hofheimer (mit ebenfalls 6:12 Punkten) wegen zu wenig Brettpunkten nicht an ihnen vorbeikamen. Das Relegationsspiel gegen den favorisierten SV Bad Nauheim ist am 10. Mai in der Kurstadt.
Bei schönstem Frühjahrswetter kamen am letzten Spieltag der Saison in der Flörsheimer Stadthalle gleich drei Partien nicht zustande. Der Schachclub lag damit kampflos 2:1 vorne und war entschlossen, diesen Vorsprung zu halten. Die gespielten fünf Partien blieben weitgehend im Gleichgewicht, ehe Wahid Jamali ein Fehler unterlief, der ihn Material und dann den Punkt kostete. Dann griff auch Christian Specht daneben – die Gäste führten 2:3. Ralf Müller und der indische Neuzugang Amritesh Roy wendeten das Blatt wieder zu Gunsten der Flörsheimer, womit es an Markus Lahr war, den fehlenden halben Brettpunkt zu holen. Das gelang in einer entschieden ausgeglichenen Stellung, in der der offensivere Nieder keine Gewinnchance mehr sah.
Flörsheims zweite Mannschaft gewann das entscheidende Spiel um den Abstieg in der Main-Taunus-Liga mit 5:3 beim Schachclub Höchst. Mit 8:10 Punkten kletterte sie noch auf den sicheren Platz 7, während die Farbenstädter Vorletzter blieben (4:14 Punkte) und absteigen müssen. In Höchst gab es nicht weniger als sechs Remispartien, auf Flörsheimer Seite für Dominik Schwarz, Thomas Meaubert, Günter Weber, Lukas Platt, Kai Hübner und Daniel Juhasz. Die entscheidenden Gewinne verbuchten James Beerbower und Edgar Winand.
Flörsheims dritte Mannschaft verlor auch das neunte und letzte Spiel in der Bezirksklasse A, und zwar an eigenen Brettern gegen den neuen Meister SV Kelsterbach, der seinerseits alle neun Spiele gewonnen hat und in die Main-Taunus-Liga aufsteigt. Dass der Schachclub nur 3:4 verlor (ein Brett blieb unbesetzt), war durchaus respektabel. Für Flörsheim gewannen Michael Simon und Martin Manasek; halbe Brettpunkte gab es für Julian Stegmaier und Shekeb Jamali. Niederlagen mussten Maurice Sportiello, Justus Hinkelmann und Özer Atas einstecken.
Flörsheims Vierte gewann in der Bezirksklasse C bei der Sechsten des SC Bad Soden hoch mit 5:1. Mit 6:10 Punkten blieb sie damit im sicheren Mittelfeld. Den einen Brettpunkt für die Sodener mussten die Flörsheimer kampflos hergeben; ansonsten gewannen sie beim Tabellenletzten alle Partien. Die Sieger hießen Kamil Memis, Yasmin Jamali, Ömer Yigit Memis, Belal Jamali und Madhavan Gomathi Sankar.
Flörsheims Fünfte verlor bei der Vierten der Schachfreunde Kelkheim mit 1:3. Den Flörsheimer Punkt gab es kampflos. Konstantin Linde, Nadim Asef und Ali Halid Öksüz verloren. In der Abschlusstabelle der Kreisklasse A belegen die Flörsheimer mit 2:14 Punkten den vorletzten Platz, mit dem sie aber den Abstieg vermieden haben.
(25.03.)
Wenigstens die Vierte gewinnt
Doch der Negativtrend beim Schachclub hält weiter an
(al) – Der Schachclub konnte den Negativtrend nicht stoppen. Auch am dritten Spieltag dieses Jahres gingen vier von fünf Mannschaftskämpfen verloren. Besonders betrüblich: Flörsheims Erste unterlag beim Tabellenführer SV Wiesbaden II deutlich mit 2:6 und hat jetzt nur noch arg theoretische Chancen, in der hessischen Verbandsliga Süd zu bleiben. Flörsheims Dritte steht bereits als Absteiger aus der MTS-Bezirksklasse A fest. Die anderen Mannschaften liegen in ihren Klassen weit hinten.
Das Verbandsliga-Team musste in der Landeshauptstadt wieder eine Partie kampflos hergeben. Ersatzspieler James Beerbower konnte ein Remis vereinbaren, als er nach einem heftigen Materialabtausch leichte Stellungsvorteile hatte. Auch Wahid Jamali teilte den Punkt mit seinem Gegenüber. Wolfgang Pötschke war in einer spannenden Partie auf mehr aus, musste sich am Ende aber mit einem halben Punkt begnügen. Danach verlor Vega Lopez mit einer wohl zu passiven Spielweise zum 1,5:3,5-Zwischenstand. Mit Alexander Stegmaiers solidem weiteren halben Punkt zum 2:4 hatten die Wiesbadener den Teilerfolg aber schon sicher.
Nun mühten sich Wolfgang Ruppert und Markus Lahr, wenigstens noch zum 4:4 zu kommen. Ruppert hatte die Initiative auf dem Brett, doch sein Gegner verteidigte sich gut. Lahr hatte gar Vorteile nach Stellung und Zeit, wußte die aber nicht zu nutzen. Beide Flörsheimer hatten schließlich einen Bauern weniger und mussten sich zum hohen 2:6-Endstand geschlagen geben. Es war für den Schachclub die sechste Niederlage in Folge (nach einem glänzenden Saisonstart mit 5:1 Punkten).
Am letzten Spieltag (26. April) bleibt dem Schachclub die Möglichkeit, mit einem Sieg gegen den zuletzt starken SV König Nied doch noch den Klassenerhalt zu packen. Dafür braucht es aber auch die Schützenhilfe anderer Vereine in der Verbandsliga Süd.
Flörsheim II verlor das Lokalderby der Main-Taunus-Liga gegen den SV Raunheim knapp 3,5:4,5. Michael Budde gewann kampflos; Gastspieler Amritesh Roy (gegen den früheren Flörsheimer Heinz-Gerhard Kuckuk) und Kai Hübner mussten sich die vollen Punkte erspielen. Das Remis von Ralf Müller am Spitzenbrett reichte nicht zu einem Teilerfolg für die Mannschaft, weil Günter Weber, Lukas Platt, Edgar Winand und Julian Stegmaier verloren. Mit 6:10 Punkten steht der Schachclub auf Platz 8 der MTS-Liga, der aber wohl ausreicht, die Liga zu halten.
Auch Flörsheim III verlor in der Bezirksklasse A das Untermainderby gegen die Raunheimer Zweite mit 2:6. Den einzigen Flörsheimer Partiepunkt gab es kampflos; den zweiten erspielten Lukas Battenfeld und Daniel Juhasz mit Remis. Doch Rolf Mayer, Michael Simon, Johann Kißler, Justus Hinkelmann und Martin Manasek verloren allesamt ihre Partien. Die Dritte ist bei 0:14 Punkten weiterhin auf dem letzten Platz und muss nächste Saison in der Bezirksklasse B einen Neuanfang starten.
Flörsheim IV gelang in der Bezirksklasse C mit 5,5:0,5 gegen den SV Kelsterbach III der bisher einzige Flörsheimer Mannschaftssieg in 2026. Eray Coskun, Shekep Jamali, Ömer Memis, Michael Simon und Yasmin Jamali gewannen; Maurice Sportiello spielte am ersten Brett remis. Trotz nur 4:12 Punkten und Platz 6 (von 9) hat der Schachclub den Klassenerhalt praktisch sicher.
Gleiches gilt auch für Flörsheim V in der Kreisklasse B. Mit 2:12 Punkten ist man zwar weiterhin sieglos und Vorletzter, doch reicht das ziemlich sicher zum Klassenverbleib. Gegen den SV Hofheim VIII verloren die Flörsheimer an eigenen Brettern knapp 1,5:2,5. Entscheidend dafür war der Punkt, den sie kampflos hergeben mussten. Ansonsten verlor nur Ali Halid Öksüz, während Madhavan Gomathi Sankar gewann und Konstantin Yihua Linde remisierte.
(17.03.)
Und wieder ein Fiasko
Schachclub verliert in der Verbandsrunde erneut alle Spiele
(al) – Die Mißerfolgsserien beim Schachclub reißen nicht ab. Zum zweiten Mal hintereinander gab es an einem Spieltag keinen einzigen Mannschaftspunkt. Alle fünf Mannschaften verloren. Für die erste Mannschaft war es gar die fünfte Niederlage hintereinander. Damit ist der Abstieg aus der Hessischen Verbandsliga Süd kaum noch zu vermeiden.
Gegen das Spitzenteam des SK Niederbrechen unterlagen die Flörsheimer an eigenen Brettern deutlich mit 2:6. Die Gäste wahrten damit ihrerseits die theoretischen Chancen, den mit zwei Punkten Vorsprung führenden SV Wiesbaden II an den beiden letzten Spieltagen doch noch einzuholen. Am unteren Ende der Tabelle nimmt der Schachclub Flörsheim mit 4:10 Punkten den vorletzten Platz ein, vor Schlusslicht SV Hofheim III (3:11 Punkte) und hinter dem SK Gernsheim II, dem SV Lahn Limburg (beide 5:9) und der SG Bensheim (6:8). Das rettende Ufer ist also durchaus in Sichtweite. Doch die Flörsheimer müssen noch beim ungeschlagenen Spitzenreiter in Wiesbaden antreten und haben zum Saisonfinale den starken SC König Nied zu Gast, der mit 7:7 Punkten jenseits von Gut und Böse steht.
Gegen die Niederbrechener Gäste gelang ihnen kein einziger Partiegewinn. „Ersatzspieler“ Wahid Jamali, der jetzt mit 3,5 Punkten aus 6 Partien zum Flörsheimer Top-Scorer geworden ist, verbuchte fast zeitgleich mit Christian Specht und Markus Lahr einen halben Punkt, doch mit der Niederlage von James Beerbower geriet der Schachclub auf die Verliererstraße. Danach verlor Kai Hübner in nachteiliger Stellung, bevor Wolfgang Pötschke in ähnlich schwieriger Lage noch ein glückliches Remis zum 2:4-Zwischenstand gelang. Wolfgang Ruppert und Alexander Stegmaier spielten in der Folge gezwungenermaßen auf Sieg, mussten sich aber am Ende geschlagen geben.
Auch die zweite und dritte Mannschaft des Schachclubs sind in ihren Klassen stark gefährdet. Flörsheim II musste sich in der Main-Taunus-Liga den Schachfreunden Kelkheim kampflos geschlagen geben, weil der Schachclub die vielen Ausfälle an diesem Sonntag nicht kompensieren konnte. Da man sich beim verlustpunktfreien Spitzenreiter kaum Chancen ausrechnen konnte, fuhr man gar nicht erst in die Möbelstadt. Mit 6:8 Punkten stehen die Flörsheimer knapp vor den Abstiegsplätzen, haben aber in den letzten beiden Spielen gegen den alten Untermain-Rivalen SV Raunheim (7:7) und und den Vorletzten SC Höchst durchaus lösbare Aufgaben.
Flörsheims Dritte hingegen steht in der MTS-Bezirksklasse A zwei Spieltage vor Saisonende als Absteiger fest. Noch immer ist der Schachclub ohne jeden Punktgewinn. Gegen den SC Bad Soden III gab es ein herbes 2:6 an eigenen Brettern. Lukas Battenfeld und Özer Atas konnten ihre Partien gewinnen; Rolf Mayer, Christian Schneider, Johann Kißler, Martin Manasek und Shekeb Jamali verloren. Eine Partie mussten die Flörsheimer kampflos hergeben.
Flörsheims Vierte unterlag in der Bezirksklasse C beim Tabellenführer SVG Eppstein III mit 2:4 und steht mit 2:10 Punkten weiterhin auf dem vorletzten Platz, der den Abstieg in die Kreisklasse A mit sich bringen könnte. Auch hier ging ein Partiepunkt kampflos an den Gegner. An der unteren Bretthälfte spielten die Gäste aber stark auf und erzielten 1,5 von drei Brettpunkten durch einen Sieg von Ömer Yigit Memis und zwei Remis von Belal Jamali und Madhavan Gomathi Sankar. Maurice Sportiello und Yasmin Jamali verloren in der oberen Bretthälfte.
Gegen Eppsteins Vierte verlor Flörsheims Fünfte in der Kreisklasse A mit 1:3 und blieb mit 2:10 Punkten Tabellenletzter. Ali Halid Öksüz gewann; Roni Botan Coban, Emre Celik und Konstantin Yihua verloren.
…Bericht auch beim Verlag Dreisbach
(09.02.)
Schach: Ganz bitterer Start in das neue Jahr / Der Ersten droht der Abstieg
(al) – Für den Schachclub geriet der Start ins nicht mehr so neue Jahr ganz bitter. In vier Spielen gab es vier Niederlagen. In der hessischen Verbandsliga Süd droht der ersten Mannschaft nun nach elf Jahren Ligazugehörigkeit der Abstieg, der sich bei drei ausstehenden Begegnungen gegen den Spitzenreiter SV Wiesbaden II, den Tabellenzweiten SK Niederbrechen und den Tabellenvierten SC König Nied nur schwer lässt.
Die Flörsheimer verloren das Abstiegsduell bei der zuvor einen Punkt schlechter plazierten Schachgesellschaft Bensheim unerwartet deutlich mit 2,5:5,5. Mit 4:8 Punkten rutschten sie auf den drittletzten Tabellenplatz und haben nun nur noch den SV Lahn Limburg und den SV Hofheim III hinter sich (beide 3:9 Punkte). Das sind die beiden Mannschaften, gegen die der Schachclub seine ersten beiden Spiele zum Saisonstart gewinnen konnte. Der daraus resultierende Optimismus ist jetzt verflogen – nach vier Niederlagen in Serie.
An der Bergstraße sah es für die Flörsheimer Gäste lange Zeit gar nicht schlecht aus. „Alles solide“, lautete ihre zwischenzeitliche Bilanz. Cesar Vega Lopez gelang sogar die Flörsheimer Führung, nachdem er materielle Vorteile errungen hatte. Ralf Müller spielte ein sicheres Remis zum 1,5:0,5. Danach verlor Markus Lahr mit seinem gescheiterten Versuch, „etwas Kreatives“ zu spielen. Alexander Stegmaier hielt den Gleichstand (jetzt 2:2) mit einem weiteren ungefährdeten Remis. Doch mit Wahid Jamalis Niederlage (eine Figur verloren, drei Bauern gewonnen) gerieten die Flörsheimer in Rückstand. Dass der erst einmal nicht größer wurde, war Luis Kuhn zu verdanken, der sich nach Bauernverlust in schwieriger Stellung gut verteidigte und ein weiteres Remis erzielte. Es stand 2,5:3,5, und die Flörsheimer hatten noch Hoffnungen. Wolfgang Pötschke schien Gewinnchancen zu bekommen und Wolfgang Ruppert gegen den nominell stärksten Bensheimer zumindest ein Remis zu schaffen. Doch Pötschke verlor nach einem starken Figurenopfer seines Kontrahenten, und Ruppert musste sich im Endspiel doch noch geschlagen geben. Jetzt sind die Sorgen groß.
Flörsheims Zweite unterlag in der Main-Taunus-Liga dem SV Hofheim IV an eigenen Brettern ebenfalls 2,5:5,5. In der Tabelle fiel sie auf den 6. Rang zurück, der trotz ausgeglichener Bilanz nicht ganz ungefährdet ist. Gegen den Tabellennachbarn aus der Kreisstadt hatten sich die Flörsheimer eigentlich in Sicherheit bringen wollen, konnten dieses Vorhaben aber nicht umsetzen. Denn nur Lukas Platt gewann seine Partie; hinzu kam ein kampfloser Punkt für Michael Simon. Günter Weber steuerte noch ein Remis bei. Mehr gelang dem Schachclub nicht, Thomas Meaubert, Henry Ruppert, James Beerbower, Kai Hübner und Daniel Juhasz verloren.
Flörsheims Dritte unterlag in der Bezirksklasse A beim SC Steinbach II mit 3:5 und steht mit immer noch null Punkten aus jetzt sechs Spielen bereits als Absteiger fest. Özer Atas und Johann Kißler waren die Flörsheimer Partiegewinner. Christian Schneider und Jasmin Jamali spielten remis. Niederlagen gab es für Rolf Mayer, Jan Marzok, Justus Hinkelmann und Martin Manasek.
Flörsheims Vierte geriet in der Bezirksklasse C gegen den SV Groß-Gerau III mit 0,5:5,5 arg unter die Räder. Der Tabellenzweite unterstrich seine Aufstiegsambitionen deutlich. Für den Schachclub konnte nur Ömer Yigit Memis ein Remis erzielen. Eray Coscun, Shekeb Jamali, Roni Botan Coban, Madhavan Gomathi Sankar und Belal Jamali verloren. Mit 2:8 Punkten sind die Flörsheimer Siebter unter neun Mannschaften und damit ebenfalls abstiegsgefährdet. Das Gleiche gilt für die fünfte Mannschaft, die in der Kreisklasse A spielfrei war und dort mit 2:8 Punkten auf dem letzten Platz steht.
Pokal-Aus
Im Pokalwettbewerb ist der Schachclub diesmal schon recht früh ausgeschieden. Im Achtelfinale gab es gegen den alten Derby-Rivalen SC Hattersheim mit 1,5:2,5 wie schon im Punktspiel eine knappe Niederlage. Alexander Stegmaier gewann, Markus Lahr remisierte. Wolfgang Ruppert und Wahid Jamali verloren.